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Beschreibung und Charakteristik unter Einbeziehung ethisch-moralischer und weltanschaulicher Aspekte

1. Aufgabe und Ziel des Heilers ist es, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren und den Patienten auf dessen Heilungs- und Genesungsweg zu begleiten.


2. Geistiges Heilen ist ein ganzheitlicher Heilungsweg.

Der Heiler sieht den Menschen (das Tier, die Pflanze etc.) in seiner physischen, psychischen, mentalen und kosmischen Ganzheit und Komplexität. Das bedeutet:
Ein Heiler (der nicht Arzt oder Heilpraktiker ist) stellt keinerlei Diagnosen, weder medizinisch relevante (physische und psychische) noch spirituelle, energetische,  karmische oder dergleichen, da dies für den Heilungsprozess nicht notwendig ist.

Ein Heiler vermeidet alles, was beim Patienten auch nur den Eindruck erwecken könnte, es handele sich um heilkundlichen Beistand im Sinne des bürgerlichen Gesetzes.

3. Geistiges
 Heilen basiert auf einer spirituellen, ethischen Lebenseinstellung, einer inneren menschlichen Haltung, welche auf dem Glauben an die Existenz Gottes / des Göttlichen / der Geistigen Welt und an die Ewigkeit des Lebens basiert. Der Heiler versteht Gott, die Geistige Welt, das Universum etc. als Quelle der Heilkraft und nicht sich selbst. Heiler sind lediglich eine Art Vermittlungsperson, ein Transformator, ein Überträger von Energien und Informationen. Heiler sind Impulsgeber, damit sich der Patient in einen ganzheitlichen Heilungsprozess begeben kann, an dem er selbst aktiv beteiligt ist.

Die Vorgehensweise des Heilers beim Anwenden einer bestimmten Methode ist in seinem Wesen und seiner Ausführung stets dieselbe, unabhängig davon, mit welcher Krankheit oder mit welchen Symptomen der Patient/Klient zum Heiler kommt.

Ein Heiler kommt völlig ohne medizinische Kenntnisse aus, eben weil er seine Heilarbeit als das Übertragen von Energien aus der geistigen Welt versteht. Dennoch ist es völlig legitim, wenn ein Heiler sich auch auf medizinischem, naturheilkundlichen, psychologischen oder anderen Gebieten weiterbildet. Für die zielgerichtete Zusammenarbeit mit Ärzten oder die wirkungsvolle Unterstützung/ Beratung von Patienten / Klienten kann umfassende Weiterbildung durchaus vorteilhaft sein, wird deshalb aber nie zur Voraussetzung, um geistig-spirituell heilen zu können.

4. Geistheilen ist keine Technik, sondern Prozess und Ergebnis der eigenen Bewusstwerdung - beim Heiler selbst wie beim Patienten. Die Methode oder Art und Weise der Ausübung des Geistheilens ist nebensächlich, sie ist lediglich die individuell angewandte Art und Weise mit der Geistigen Welt in Verbindung zu treten, sich an den universellen, göttlichen Heilstrom anzuschließen, um die Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren.
Der Heiler geht davon aus, dass jedes Wesen, jeder Mensch an diesen universalen, göttlichen Heilstrom angeschlossen ist und hilft dem Patienten bei der Bewusstwerdung und Nutzbarmachung für sich selbst. Er geht also davon aus, dass der Patient sich selbst heilt mit der Hilfe Gottes bzw. der Hilfe der geistigen Welt. Der Heiler braucht für seine Tätigkeit der Geistheilung weder Geräte, noch andere materielle Hilfsmittel. Rituale, wie zum Gebet gefaltete Hände, die Nutzung von Hilfsmitteln, wie das Schlagen einer Trommel bei einem Schamanen, das Anschlagen von Klangschalen usw. dienen lediglich der Einstimmung des Heilers und / oder des Patienten auf den Heilungsprozess, dem Anschließen an den göttlichen Heilstrom. Hilfsinstrumente, wie Pendel, Rute oder Radionik-Instrumente können als moderne Rituale angesehen werden, da sie lediglich d
em Sich-Einschwingen auf fremde Energiesysteme dienen, der Verstärkung der Wahrnehmung des Heilers - das eigentliche „Messinstrument" ist der Körper des Heilers, ausgelöst und gesteuert durch die Seele (den Geist) des Heilers und die geistige Welt.


5. Der Heiler verspricht weder Heilung noch Linderung, verspricht keine Ab- oder Auflösung von Problemen, Krankheiten oder Symptomen des Patienten, da er dies als Mensch gar nicht leisten kann, ist doch die „Entscheidung" hierüber der Geistigem Welt und der Seele des jeweiligen Patienten überlassen.

6. Der Heiler
 weist den Patienten / Klienten vor Beginn der Behandlung darauf hin, dass seine Tätigkeit kein Ersatz ist für die Tätigkeit von Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten. Ein Heiler fordert den Patienten / Klienten auf, dessen Befinden medizinisch-diagnostisch abklären zu lassen und alle für die Genesung dienlichen Möglichkeiten der Behandlung in Erwägung zu ziehen und nach eigener Entscheidung zu nutzen.


7. Heiler respektieren die Heilweisen und ethischen Grundsätze ganzheitlicher Heilkunst. Sie verstehen Heilung als Prozess und Kooperation, die Aktivität des Patienten inbegriffen. Der Heiler ist daher offen für den Austausch und die Zusammenarbeit mit Vertretern aller Heilberufe, wie Ärzten, Heilpraktikern, Therapeuten. Heiler verstehen ihre Tätigkeit im Sinne der Ganzheitlichkeit als komplementär, also ergänzend zu anderen Heilmethoden und nicht als alternativ im Sinne von „entweder - oder".

8. Ein Heiler zählt (ungefragt und in angeberischer Weise) weder seine Meister, Heiligen und Helfer, noch spirituelle Titel auf. Er preist nicht seine medialen / heilerischen Fähigkeiten an und behauptet nicht die Unfehlbarkeit seiner Information/ Wahrnehmung unter Berufung auf „Auskünfte" aus der Geistigen Welt.


9. Der Heiler respektiert die allgemeingültigen Menschenrechte, insbesondere die Eigenautorität und Selbstverantwortung des Patienten / Klienten. Der Heiler holt deshalb stets die bewusste Einwilligung des Patienten/Klienten ein, um mit ihm arbeiten zu können. Er wird nur dann heilerisch tätig, wenn er darum gebeten wird und drängt Heilung nicht auf.

10. Ein Hei
ler geht den Weg der Achtung und der Toleranz. Er besitzt neben medialen, heilerischen Fähigkeiten gesunden Menschenverstand. Ein Heiler arbeitet ohne Fanatismus, Sendungsbewusstsein, Helfersyndrom oder Missionseifer. Weder fordert er von Mitmenschen einen spirituellen Lebensweg, noch die Mitgliedschaft / Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften, Kirchen, Sekten oder Glaubensbekenntnisse jedweder Art.

Ein Heiler ist weder von Geistwesen, Symbolen oder spirituellen Lehrmeistern abhängig noch von Religions- und Glaubensgemeinschaften jedweder Art.

11. Heiler streben durch fortgesetztes Lernen, durch kontinuierliche Schulung und Training danach, sich selbst weiter zu entwickeln.
Zwar hat jeder Mensch die Gabe, Heilenergie zu empfangen und auszusenden, doch je mehr ein Heiler über die universellen Zusammenhänge weis, sich dieser Zusammenhänge bewusst wird, er seine Fähigkeiten und Gaben trainiert und weiterentwickelt, um so mehr entwickelt er die Fähigkeit der Zusammenarbeit mit der Geistigen Welt - nicht zuletzt zum Wohle von Hilfesuchenden. Heilarbeit als eine Form der Äußerung von Medialität ist Seelenarbeit und nur möglich über die Wege der Selbsterkenntnis, der Bewusstseinsentwicklung, des Mitgefühls und der Achtung der göttlichen Schöpfung in ihrer Komplexität.

12. Ein Heiler setzt sich kritisch mit sich selbst auseinander und lässt Kritik an sich zu, um sich selbst zu prüfen, inwieweit er die spirituellen Lehren, die er erlernt hat und weitergeben will, in sein eigenes Leben integriert hat und diese lebt.
Heiler streben fortwährende innere Entwicklung an und vereinbaren ihr Handeln mit ihrem Gewissen und ihrem Verantwortungsbewusstsein als Mensch und Wesen Gottes.
Heiler achten die bürgerlichen Gesetze ihrer bürgerlich-demokratischen Gesellschaft. Ein Heiler respektiert daher auch die steuerliche Anmeldepflicht  vor Aufnahme seiner Tätigkeit (bei entgeltlicher Entlohnung).

13. Heiler arbeiten auf Honorarbasis, Spendenbasis oder ohne Honorar aufgrund eigener Entscheidung.


14. Fantasiepreise, Heilungsversprechen, Angeberei mit Titeln, Versuche, Abhängigkeit zu erzeugen oder Angst zu machen, Nichtachtung anderer Heilberufe usw. sind zu unlauterem Verhalten zu zählen und lassen die menschliche Seriosität des Heilers in Frage stellen.

Quelle: http://www.life-akademie.com/html/berufsbild.html

 

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